Geschichte der Suchmaschinen
Die Geschichte der Suchmaschinen begann 1990 an der McGill Universität in Montreal. Hier wurde Archie entwickelt, eine Suchmaschine, welche FTP Verzeichnisse ausliest und Datei- und Verzeichnisnamen nach dem gewünschten Begriff durchsucht. Ab 1992 gehörte Archie zu einem der am meisten genutzten Internet-Dienste. Allerdings konnten keine Texte durchsucht werden, sondern lediglich Dateien und Ordner. Dies ist auch eines der großen Probleme der FTP Suchmaschinen und einer der Gründe, warum sie heute für den „normalen“ Surfer praktisch bedeutungslos sind und ihre Anwender hauptsächlich im Universitätsbereich zu finden sind.
1991 wurde eine Software namens Gopher entwickelt, welche als Campus Information System die Informationsserver der University of Minnesota vernetzen sollte. Dabei durchsucht Gopher die Verzeichnisse der Server und katalogisiert diese. Über eine Menügesteuerte Oberfläche war es dann möglich, mit Hilfe der Operatoren: AND, OR und NOT diese katalogisierten Datenmengen zu durchsuchen.
1993 wurde der WWW-Standard zur kostenlosen Nutzung freigegeben und der erste Webcrawler mit dem Namen „The Wanderer“ programmiert. Dies war der Startschuss für die Erfolgsgeschichte der Suchmaschinen im Internet. Es wurden immer mehr Crawler und Spider entwickelt, welche das stetig anwachsende Internet durchsuchten und die Webseiten katalogisierten.
Im Juli 1994 ging dann die Suchmaschine Lycos an den Start, bei der neben der Worthäufigkeit der Suchbegriffe innerhalb der Dokumente auch die Nähe der Suchbegriffe untereinander im Dokument untersucht wurde. Der Verzeichnisdienst Yahoo! ging im selben Jahr online und startete als Sammlung von Web-Adressen der Entwickler David Filo und Jerry Yang. Anfangs wurde das System zur Verwaltung der Links entwickelt, um ihre persönlichen Interessen im Netz zu verwalten. Nachdem die Linksammlung jedoch immer größer wurde, musste ein Konzept zur Wahrung der Übersichtlichkeit entwickelt werden. Dieses Konzept findet heute noch Anwendung in der Benutzung von Kategorien und Unterkategorien.
Im Jahr 1995 wurden die ersten Suchmaschinen mit kommerziellem Hintergrund entwickelt. Mit dabei war die Suchmaschine AltaVista, welche auch bis vor wenigen Jahren noch einen großen Stellenwert eingenommen hat. Der von AltaVista entwickelte Roboter „Scooter“ erwies sich als enorm leistungsfähig, wodurch AltaVista zu einer der führenden Anwendungen des Internets avancierte.
Ende 1998 veröffentlichten Larry Page und Sergey Brin ihre innovative Suchmaschinen-Ranking-Technologie mit dem Titel “The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine”. Wenig später startet die Suchmaschine Google im Beta Status. Ein Jahr später wird die Suchmaschine kommerziell und verzeichnete seitdem eine stetig steigende Nutzerzahl.
Die Arbeit an der Suchtechnologie und damit die steile Karriere der Suchmaschine starteten jedoch schon viel früher. Die beiden Gründer von Google treffen sich erstmals 1995 an der Stanford University. Dort beginnen Sie mit der Entwicklung einer Suchmaschine namens BackRub. Das in der Betaphase befindliche Google erreichte schon damals 10.000 Suchanfragen pro Tag. Außerdem boten die übersichtliche Benutzeroberfläche, die Geschwindigkeit, sowie die Relevanz der Suchergebnisse eine zu diesem Zeitpunkt nicht da gewesene Qualität, wodurch Google viele Benutzer für sich gewinnen konnte.
Heute kann man davon sprechen, dass es, gemessen an der Anzahl erfasster Dokumente, drei große Suchmaschinen im Web gibt. Das sind neben Google, Yahoo! Search, welche sich im Frühjahr 2003 durch Aufkäufe mehrerer Suchmaschinen einen hohen Marktanteil sichern konnte, und Microsoft`s MSN Search. Zu den Suchmaschinen:
Google Search: www.google.de Yahoo Search: www.yahoo.de MSN Search: search.msn.de |